Der Handelsverband Thüringen feierte auf der Wartburg mit 400 Gästen sein 25-jähriges Bestehen.

„Der Thüringer Handel ist ein wichtiger Partner der Landesregierung“, erklärte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) in seinem Grußwort. „Einerseits, weil er die Versorgung der Menschen mit Waren des täglichen Bedarfs sicherstellt. Andererseits, weil der Handel ein wesentlicher Faktor für die Attraktivität der Innenstädte ist.“ Den Vorschlag des HDE, eine Allianz für den Standort Innenstadt zu initiieren, begrüßte der gelernte Einzelhandelskaufmann Ramelow ausdrücklich.

Verbandspräsident Arnold Senft erinnerte an die Gründung durch 15 Kaufleute aus Erfurt, Suhl, Eisenach und Kölleda bereits im Dezember 1989. Der „Verband Thüringer Kaufleute“ – so der damalige Name – war der erste Arbeitgeberverband des Handels in der damals noch bestehenden DDR. Die Handelsverbände Hessen und Bayern halfen in den folgenden Jahren auf dem Weg in die Marktwirtschaft.

Foto: Jürgen Albrecht

Der Einzelhandel sei heute mit über 60 000 Mitarbeitern eine der führenden Branchen im Freistaat Thüringen, so Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des HDE. Dazu habe der Landesverband tatkräftig beigetragen. Genth: „Wenn man sich heute in Thüringen umschaut, stößt man auf attraktive Einkaufsstraßen und Altstadtkulturen“, sagte er und verwies auf die Stadt Erfurt, die an ihre Geschichte als mittelalterliches Handelszentrum anknüpfe, sowie auf Jena, wo sich bereits in den 1990er-Jahren ein wichtiger Standort des E-Commerce entwickelt habe.